Open Source Wettbewerb 2026 gestartet
Bundesweit gibt es in der Verwaltung bereits viele erfolgreiche Beispiele für smarte Projekte, die Verwaltungsprozesse effizienter gestalten, Abläufe digitalisieren und die Zusammenarbeit zwischen Behörden verbessern. Ziel des Open Source Wettbewerbs für die öffentliche Verwaltung ist es, diese sichtbar machen. Zugleich will der Wettbewerb die Zusammenarbeit in der Verwaltung über verschiedene Ebenen hinweg fördern. Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr hat die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e. V. (OSBA) jetzt die zweite Runde des Wettbewerbs eingeläutet. Mitmachen können Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie öffentliche Unternehmen und Institutionen. Gesucht werden praxiserprobte Lösungen, die Verwaltung effizienter, transparenter und souveräner machen.
Preise werden in insgesamt vier Kategorien vergeben:
- „Fachverfahren“: Prämiert werden Lösungen, die Verwaltungsleistungen effizienter machen und Abläufe verbessern.
- „Interne Verwaltungsanwendungen“: Hier geht es um Anwendungen, die interne Prozesse modernisieren und Arbeitsabläufe optimieren.
- „Transformation“: Ausgezeichnet werden Strategien und Projekte, die digitale Veränderungen in Verwaltungsstrukturen nachhaltig vorantreiben.
- „Künstliche Intelligenz“: Die Kategorie würdigt KI-Anwendungen auf Open-Source-Basis, die die digitale Leistungsfähigkeit der Verwaltung erweitern.
In jeder Kategorie werden im Sommer jeweils drei Projekte von einer Fachjury für das Finale ausgewählt. Zusätzlich wird ein Publikumspreis vergeben. Die Öffentlichkeit wählt ihr favorisiertes Projekt im September über ein Community-Voting aus.
2025 wurden 39 Projekte für den Open Source Wettbewerb eingereicht. 5.700 Stimmen verzeichnete das Community-Voting. Für den OSBA-Vorstandsvorsitzenden Peter H. Ganten ist dies ein Zeichen, dass Open-Source-Lösungen in der Verwaltung an Bedeutung gewinnen. „Der Wettbewerb signalisiert deutlich: Offene Standards und gemeinschaftliche Innovation sind entscheidend für zukunftsfähige Digitalisierung“, so Ganten. Und auch Leonhard Kugler, Leiter Plattform und Entwicklung beim unterstützenden Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS), betont: „Open-Source-Software ist ein starker Hebel, um digitale Souveränität in der öffentlichen Verwaltung zu fördern.“
Die Preisverleihung für den Open Source Wettbewerb 2026 findet im Rahmen der diesjährigen Smart Country Convention in Berlin statt. Auch Smart City Berlin wird vom 13. bis zum 15. Oktober wieder mit einem Stand und einem spannenden Programm auf der SCCON vertreten sein.
Open Source Wettbewerb: Online-Bewerbung bis 30. Juni 2026