Berlin Startup Ecosystem Report 2025: Berlin ist Deutschlands Gründungshauptstadt
Die Zahlen sprechen für sich: Mit mehr als 1.6000 Venture-Capital-finanzierten Start-ups und einem Gesamtwert von 169 Milliarden Euro steht das Berliner Start-up-Ökosystem bundesweit an der Spitze. Das geht aus dem „Berlin Startup Ecoystem Report 2025“ hervor, den Wirtschafssenatorin Franziska Giffey am 19. Februar beim „Roundtable Startups“ vorgestellt hat. Laut dem Report vereint Berlin damit 43 Prozent des Gesamtwerts des deutschen Startup-Ökosystem auf sich und ist auch europaweit einer der führenden Innovationstreiber.
Vor allem junge Start-ups und Scale-ups machen Berlin zur bundesdeutschen Gründungshochburg. Darunter 57 „Unicorns“, also noch nicht börsennotierte Start-ups mit einem Marktwert von über einer Milliarde US-Dollar sowie zahlreiche solide wachsende „Thoroughbreds“ mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. Das Erfolgsgeheimnis Berlins liegt laut Franziska Giffey vor allem in seiner Agilität, Kreativität und Dynamik. „Unser Ziel ist klar: wir wollen Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins in Europa machen. Dass sich alle 14 Stunden in Berlin ein neues Start-up gründet, ist ein wichtiger Beitrag dazu“, so die Berliner Wirtschaftssenatorin.
Der Report dokumentiert diese Entwicklung. Besonders stark positioniert sich Berlin danach in den zentralen Zukunftsfeldern Künstliche Intelligenz und ClimateTech, die dem Standort zugleich besonders gute Wachstumschancen eröffnen. Mit über 9.000 Expert.innen gehört Berlin zu den Top-KI Standorten in Europa für Frontier-AI-Forschung – nach London und Paris. Im Bereich ClimateTech steht Berlin in Bezug auf eingeworbenes Venture Capital europaweit auf Platz vier. 340 Start-ups haben in diesem Sektor seit 2024 über 800 Millionen Euro Wagniskapital erhalten.
Großes Wachstumspotenzial identifiziert der Report außerdem im stark wissenschaftsgetriebenen DeepTech-Bereich. Die im Bündnis der Berliner University Alliance (BUA) vereinten Universitäten – Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin – zählen zu den Top-15 deutschen Universitäten, die auf den Gebieten DeepTech und Life Sciences forschen. Mit der im Februar operativ an den Start gegangene Start-up Factory JUNI (Just Unite to Innovate, ehemals UNITE) wollen rund 30 Partnerinstitutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft in Berlin-Brandenburg die Entwicklung von DeepTech in der Hauptstadtregion zusätzlich vorantreiben und Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Innovationen überführen. Bis zu 365 Gründungen pro Jahr sind das Ziel. JUNI legt den Fokus auf die Zukunftsfelder KI, Life Sciences und GreenTech.
Der Report wurde von der Agentur Dealraum im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erstellt. Auf 50 Seiten und mit zahlreichen Grafiken gibt das Dokument einen aktuellen Überblick über den Status-Quo und die Perspektiven des Start-up- und Tech-Hubs Berlin.