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© Berlin Partner/FTB Werbefotografie
28.01.2026

Berlin auf dem Weg zur Digitalen Souveränität

Mit einer neue Open-Source-Strategie will der Senat eine Open-Source-Kultur in der Berliner Verwaltung etablieren. Die Abhängigkeit von kommerziellen Softwareanbietern soll reduziert werden. Systematisch soll eine offene IT-Landschaft aufgebaut werden, von der auch die Berliner*innen profitieren – durch effizientere und transparentere digitale Services.

„Open Source First“ lautet ein zentraler Ansatz der Open-Source-Strategie, die der Berliner Senat am 9. Dezember beschlossen hat. Die Strategie ist ganzheitlich angelegt, um Berlin fit zu machen für die Herausforderungen der digitalen Zukunft. Nicht nur die digitale Souveränität soll gestärkt werden, sondern auch die Innovationskraft des Landes Berlin. Vor allem soll die Berliner Verwaltung unabhängiger werden von geschlossenen Software-Lösungen kommerzieller Anbieter. Die Strategie sei damit zugleich „ein Bekenntnis zu Transparenz, Zusammenarbeit und Effizienz“, so Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und Chief Digital Officer des Landes Berlin im Vorwort.   

Die Strategie adressiert primär Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung Berlins und den IT-Dienstleister des Landes, spannt visionär aber ein deutlich weiteres Spektrum auf. Das darin definierte Zielbild für das digitale Berlin ist „eine innovative, sichere und souveräne Verwaltung, die offen für technologische Entwicklungen ist und durch gezielte Kooperation mit Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft und Wirtschaft neue digitale Lösungsräume erschließt.“

Die Open-Source-Strategie enthält neben der Beschreibung von sieben zentralen Maßnahmen in sogenannten Steckbriefen auch eine Roadmap. Diese zeigt auf einer Zeitleiste auf, wie bis 2032 schrittweise 70 Prozent der Arbeitsplatz-Software in der Berliner Verwaltung auf Open Source umgestellt sein können.

 „Open Source Strategie für das Land Berlin“: 7 strategische Maßnahmen

  • Aufbau von Open-Source-Kompetenzen
  • Engagement im Open-Source-Ökosystem
  • Implementierung von Open-Source-Governance und -Kommunikation
  • Identifikation der kritischen Softwareabhängigkeiten
  • Stärkung von Open Source in der IT-Landschaft
  • Optimierung von Open Source Beschaffung und Vergabe
  • Das ITDZ Berlin als Open-Source-Programm Office (OSPO)
     

Mit der Open-Source-Strategie setzt der Berliner Senat eine zentrale Maßnahme der Richtlinien der Regierungspolitik 2023–2026 um. Der Beschluss muss allerdings noch vom Abgeordnetenhaus von Berlin bestätigt werden.

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