Skip to main content
© KWB / Andreas Matzinger
22.03.2023

Grün und blau, aber schlau

Berlin setzt mit dem Projekt Smart Water auf digitale Tools für mehr Klimaschutz.

Am 22. Februar 2023 fand das Auftakttreffen für das Berliner Pilotprojekt „Smart Water“ statt, das die klimaresiliente Stadtentwicklung der Hauptstadt vorantreiben soll. Von Herbst 2022 bis 2026 sollen digitale Tools entwickelt werden, damit Berlin und seine Bürger:innen besser mit den Auswirkungen zunehmender Starkregenereignisse und vermehrten Hitzestresses umgehen können. Denn diese Folgen des Klimawandels machen auch vor Berlin nicht halt.

Im Zentrum des Projekts stehen drei innovative Prototypen, die dazu beitragen sollen, die Herausforderungen der Klimaanpassung im Wasserbereich zu meistern:

  1. Ein Element des Projekts ist die Entwicklung eines digitalen Tools zur agilen Planung von Regenwassermanagement-Maßnahmen in städtischen Bauvorhaben. Dabei liegt der Fokus auf der Integration grüner und blauer Infrastrukturen wie Pflanzen, Bäume, Grünflächen sowie erlebbares Wasser, wie in Brunnen, Wasserspielen und Teichen. Diese Maßnahmen sollen zukünftig Hitzeinseln eindämmen sowie die Gewässerbelastung und Überflutung von Straßen reduzieren.
     
  2. Zusätzlich entwirft das Projektteam ein Instrument zur Visualisierung von blau-grünen Klimaanpassungsmaßnahmen, um Bürger:innen für bauliche Veränderungen zu sensibilisieren. Das Instrument soll helfen, die Akzeptanz für solche blau-grüne Maßnahmen zu erhöhen, und Bürger:innen motivieren, selbst aktiv bei der Gestaltung oder Pflege blau-grüner Elemente mitzuwirken.
  3. Auch ein Prototyp für gezielte Risikokommunikation der Verwaltung wird konzipiert: Hierfür entwickelt das Team ein Informations- oder Warnsystem, das zeitkritisch kommunizieren kann, wenn es durch Starkregen zu Überflutungen kommen kann. Dieses Tool soll später auch auf andere Bereiche übertragbar sein.

Dr. Angela Jain, stellvertretende Leiterin der Stabstelle CDO/Smart City in der Berliner Senatskanzlei: „Grundlage für das vom Bund (BMWSB) und vom Land Berlin geförderte Smart City Pilotprojekt ist die neue Strategie Gemeinsam Digital: Berlin. Diese möchte u.a. die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verwaltungen ermöglichen und auch den Austausch mit der Stadtgesellschaft fördern.“

Das Projekt „Smart Water“ wird modellhaft in Pilotgebieten innerhalb der Bezirke Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg umgesetzt. Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) übernimmt die Koordination der Projektumsetzung und bringt dabei, gemeinsam mit einem exzellenten Konsortium, langjährige Berliner Erfahrung in den Bereichen Wasser, Stadtplanung und Digitalisierung ein.

Jochen Rabe, Geschäftsführer des KWB, zum Hintergrund des Projekts: „Das Projekt ist ein riesiger und wichtiger Schritt für das Land Berlin, das damit eine Vorreiterrolle im Bereich wassersensible Stadtentwicklung in Deutschland einnimmt. Nach den Starkregenfällen der letzten Jahre und den langanhaltenden Hitzeperioden der letzten Sommer ist eine Neuausrichtung der städtischen Planung innerhalb der Verwaltung sowie der Kommunikation mit Bürger:innen unausweichlich. Wir brauchen smarte Tools, damit wir Berlin gezielter und schneller klimaresilient machen können und die Lebensqualität der Bürger:innen erhalten oder verbessert wird.“

Partner und assoziierte Partner des Pilotprojekts „Smart Water“:

Wichtig ist: Das Projekt „Smart Water“ soll als Pilotprojekt prototypischen Charakter entwickeln. Alle drei Prototypen sollen nach 2026 auf Berlin skalierbar sein und auch bundesweit von anderen Städten und Kommunen genutzt werden können. Berlin setzt im Rahmen der neuen Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin“ insgesamt fünf vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen (BMWSB) geförderte Pilotmaßnahmen um. Neben „Smart Water“ sind dies: „SMART SPACE Hardenbergplatz“, „Data und Smart City Governance“, „Kiezbox 2.0“ und „Smarte Partizipation/ Bürgerhaushalte“. Bundesweit gibt es als Teil der BMWSB Förderprogrammes „Modellprojekte Smart Cities“ derzeit 73 Pilotenprojekte mit jeweils mehreren Einzelmaßnahmen.

TeilenShare
21.02.2025

[Translate to English:] Lessons learned from Model Projects Smart Cities

A total of 73 cities, municipalities and regional communities have developed a variety of digital services in almost 20 fields of action. How successful are they? An initial evaluation of the results indicates what went well and where there are challenges.

Read more

07.02.2025

Reallabore öffnen ihre Türen

Vom 30.06. bis 06.07.2025 findet bundesweit die Aktionswoche des offenen Reallabors statt. Sie wird vom Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit und der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTFF) organisiert und kuratiert.

Read more

31.01.2025

Neuer Report: Startups als Treiber für die Verwaltung

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat den Report „Berlin als Standort der Ermöglichung für GovTech- und CivicTech-Startups“ veröffentlicht, der das Potenzial von Startups für die Digitalisierung und Effizienzsteigerung der Berliner Verwaltung beleuchtet.

Read more

31.01.2025

"Mobil auf Deine Weise" - Citizen-Science-Studie sucht Teilnehmende

Im Rahmen des Forschungsprojekts Amber (TU Berlin und IÖW) sollen die speziellen Bedürfnisse und Herausforderungen von mobilitätseingeschränkten Personen untersucht werden.

Read more

18.10.2024

Der Standard für Urbane Digitale Zwillinge ist da!

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat einen neuen Standard für Urbane Digitale Zwillinge veröffentlicht. Dieser Standard markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung von Städten und Kommunen und bietet eine einheitliche Grundlage für die Entwicklung und Implementierung digitaler Zwillinge in urbanen Räumen.

Read more

18.03.2024

Ein neuer Service für Berliner Unternehmen: Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK)

Die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) ist um den Service Kreislaufwirtschaft erweitert worden. Am 11.03.2024 ging die neue KEK offiziell an den Start

Read more