Masterplan Industriestadt Berlin 2022–2226: 4 Handlungsfelder

Masterplan Industriestadt Berlin 2022–2026: 4 Handlungsfelder, 3 Transformationslinien

Masterplan Industriestadt Berlin 2022–2026: mit Blick auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Transformation ist das schwerpunktübergreifende Thema des Masterplans Industriestadt Berlin 2022–2026 (MPI). Mitte August wurde die inzwischen vierte Auflage des MPI vom Berliner Senat beschlossen. Am 7. September wurde er beim Steuerungskreis Transformation der Berliner Industrie (SKIP) vorgestellt.

Neben den aktuellen globalen Krisen stellen vor allem die Themen Digitalisierung und nachhaltige Produktion die Berliner Industrie vor Herausforderungen. Ein zentrales Ziel des neuen Masterplans Industriestadt Berlin ist es daher, die Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Industrie durch Förderung der Entwicklung, Erprobung und Anwendung von neuen Technologien wie Additiver Fertigung, Künstlicher Intelligenz, Internet-of-Things und Leichtbau weiter auszubauen. „Mit dem MPI 2022–2026 wollen wir diese Innovationskraft stärken und stellen gleichzeitig die Weichen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Berliner Industriepolitik“, so Wirtschaftssenator Stephan Schwarz.

Um diese Weiterentwicklung während der kommenden vier Jahre systematisch einzuschienen und zu begleiten, definiert der neue MPI drei Transformationslinien für den Industriestandort Berlin:

  • digitale Transformation,
  • ökologische Transformation
  • sowie Transformation der industriellen Arbeitswelt.

Die drei Transformationslinien wiederum durchziehen vier zentrale Handlungsfelder:

  • Innovation,
  • Kompetenzen,
  • Rahmenbedingungen
  • sowie Kommunikation und Vernetzung.

Die drei Transformationslinien bilden zugleich die übergeordneten Trends ab, die die industrielle Produktion in Berlin in den kommenden Jahren bestimmen werden.

Der neue MPI stellt außerdem sicher, dass Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Fachkräftesicherung adäquat berücksichtigt werden. Und er besitzt einen offenen Charakter: Akteur:innen aus Unternehmen, Netzwerken, Verbänden, Hochschulen und Forschungsinstituten werden aktiv eingebunden.

Für die konkrete Umsetzung des Masterplans stellte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Haushaltsmittel bereit. Und sie übernimmt auch das übergreifende Projektmanagement und die Koordination. Der Steuerungskreis Transformation der Berliner Industrie (SKIP) bei der Regierenden Bürgermeisterin steuert die Entwicklungsprozesse strategisch als zentrales Gremium.

Der MPI 2022–2026 definiert sich grundsätzlich als lebendiges Instrument, dessen Maßnahmen veränderten Rahmenbedingungen oder neuen Entwicklungstrends laufend angepasst werden können. Gezielte Fördercalls während des Umsetzungsprozesses, die sich an den Zielen und Schwerpunkten des neuen Masterplans Industriestadt Berlin orientieren, sollen den Prozess dynamisieren. Auch über andere, eigenständig erschlossenen Förder- und Finanzierungsquellen, sollen MPI-Maßnahmen unterstützt werden können. Darüber hinaus werden Bundes- und Europäische Förderprogramme hinsichtlich anlassbezogener Beteiligungsmöglichkeiten der Hauptstadt sondiert. (vdo)
 

Masterplan Industriestadt Berlin 2022–2026  (Download pdf)