Geldschein und Kleingeld in Geldbörse

© Ernestine von der Osten-Sacken

Einblick per Klick

Wie viel Geld gibt Berlin für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen aus? Für Nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschonung oder den Wohnungsbau? Einen schnellen und detaillierten Einblick in die geplanten Ausgaben und Einnahmen des Landes für den aktuellen Doppelhaushalt bietet neuerdings die interaktive Webseite „Berliner Haushaltsdaten 2022/23“.

Pro Jahr stehend der Berliner Verwaltung mehr als 35 Milliarden Euro zur Verfügung, um vielfältige Ziele umzusetzen. Doch wohin genau fließt das Geld im Detail? Das ist für die meisten Berliner:innen nur schwer nachvollziehbar. Denn der Berliner Landeshaushalt 2022/23, den das Abgeordnetenhaus im Juni beschlossen hat, umfasst vierzehn Bände und Tausende von Seiten. Auch die von der Senatsverwaltung für Finanzen (SenFin) im Datenportal Berlin veröffentlichten Datensätze sind komplex und nicht für jede:n lesbar und verständlich.

Die vor Kurzem online gegangene neue Webseite haushaltsdaten.odis-berlin.de macht die Berliner Haushaltsdaten einfach und niederschwellig auf zwei Wegen zugänglich: Besonders schön ist die „Treemap“, die Einnahmen und Ausgaben der Senatsverwaltungen und Bezirke nicht nur in ihrer thematischen Hierarchie, sondern auch proportional visualisiert. Und über die „Stichwortsuche“ kann man – je nach Interesse – gezielt auf Daten zugreifen. Hilfreich ist außerdem die zusätzlich angebotene Informationsseite – mit Fragen und Antworten zum Berliner Haushalt.

Entwickelt und erstellt wurde haushaltsdaten.odis-berlin.de von der Open Data Informationsstelle (ODIS) im Zusammenarbeit mit dem CityLAB Berlin. Beides sind Projekte der Technologiestiftung Berlin. Um möglichst vielfältige Perspektiven in das Konzept einfließen zu lassen, arbeiteten Designer:innen, Entwickler:innen und Mitarbeitende der Verwaltung in einem einwöchigen Software-Sprint eng zusammen.

Die Entwicklung der Open-Source-Anwendung ist ein offener Prozess. Die hinterlegten Daten, ebenso wie der der Quellcode, stehen der der digitalen Community frei zur Verfügung. Entwickler:innen in Berlin aber auch aus anderen Städten und Gemeinden können so an der Weiterentwicklung der Seite mitwirken, aber auch Komponenten für eigene Arbeiten mit Haushaltsdaten verwenden. (vdo)