Von der Hitze vertrocknete Blätter

Foto: © Ernestine von der Osten-Sacken

Climate Change Center Berlin Brandenburg: 2,6 Millionen Förderung

Der Senat von Berlin ermöglicht mit der Millionen-Förderung den weiteren Ausbau des 2020 an den Start gegangenen CCC. 34 Partner-Einrichtungen unterstützen die transdisziplinäre Klima-Allianz, die die Metropolenregion als Zentrum der Klimaforschung weiter stärken will.

Klimaschutz neu zu denken und systematische Lösungen zum Schutz der Planeten zu erarbeiten und regional bereitzustellen – diesen Ansatz verfolgt das Climate Change Center Berlin Brandenburg (CCC). Eine Anschubförderung in Höhe von 2,6 Millionen Euro ermöglicht jetzt den weiteren Ausbau des transdisziplinären Zentrums für Forschung und Wissenstransfer. Mit der Verabschiedung des Berliner Doppelhaushalts 2022/2023 machte der Berliner Senat Ende Juni den Weg dafür frei.

Mit dem Aufbau des CCC sollen außerdem langfristige Strukturen geschaffen werden, um Berlin und Brandenburg als Zentrum der Forschung zu wissenschaftsgestützten Lösungen in der Klimakrise zu stärken. Ein weiteres Ziel ist es, die breite wissenschaftliche Expertise in der Metropolregion besser zu vernetzen. „Das Besondere am CCC ist der regionale Fokus. Wir erarbeiten spezifische Maßnahmen und Lösungsstrategien für die Region Berlin-Brandenburg, basierend auf dem aktuellen Stand der Forschung. Dabei werden Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von Anfang an miteinbezogen“, so Prof. Dr. Sophia Becker, Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit, interne Kommunikation, Transfer und Transdisziplinarität an der Technischen Universität Berlin.

Die TU Berlin gehört mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin), der Universität Potsdam und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu den Gründungsmitgliedern des Climate Change Center Berlin Brandenburg. Die vier großen Kompetenzfelder des CCC: „Society“, „Technology“, „Nature“ sowie „Urban & Rural“ bündeln zugleich die Expertise der beteiligten Institutionen.

Unterstützt wird das CCC derzeit von 34 Universitäten, Forschungsinstituten und Think-Tanks. Die TU Berlin koordiniert die Berlin-Brandenburger Klima-Allianz. Mit der jetzt aktuell bewilligten Förderung sollen bereits initiierte Projekte mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz sowie Hitze und Gesundheit fortgeführt werden, die von der Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung bereits 2021 eine Förderung erhalten haben. Geplant sind weitere Forschungs- und Transferprojekte zu Themen wie nachhaltiges Bauen, Mobilität, Ernährung, Bildung und Kunst.

Ein Expert:innenrat aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur wird dem CCC beratend zur Seite stehen. Parallel arbeitet ein wissenschaftliches Konsortium der fünf wissenschaftlichen Einrichtungen TU Berlin, UdK Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, PIK und Universität Potsdam außerdem am Aufbau des Einstein Center Climate Change and Public Policy of Human Settlements (ECCC). Dieses wird seit 2020 von der Einstein Stiftung Berlin im Rahmen eines Vorbereitungsmoduls gefördert – mit regionalen Pilotprojekten auf den Ebenen Klima-Governance, Transformationspfade und Werkzeuge in den Bereichen Bauen und Verkehr. (vdo)
 

Climate Change Center Berlin Brandenburg