"Fischbauch", HWR-Campus Lichtenberg

Foto: HWR Berlin © Michael Kompe

Förderprogramm „Innovative Hochschule“: Berliner Hochschulverbund erfolgreich

Rund 8 Millionen Euro Förderung erhält der Zusammenschluss von fünf Berliner Hochschulen im Rahmen der bundesweiten Initiative „Innovative Hochschule“. Der gemeinsame Antrag von HTW Berlin, HWR Berlin, BHT sowie der beiden konfessionellen Hochschulen EHB und KHSB wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) bewilligt. Das Netzwerk wird sich in den kommenden 5 Jahren auf urbane Herausforderungen wie Klimaschutz und Gesundheit fokussieren. Partner aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft werden die Forschung über Projekte unterstützen.

 „Zukunft findet Stadt. Das Hochschulnetzwerk für ein resilientes Berlin“ heißt der Zusammenschluss der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin), der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR Berlin), der Berliner Hochschule für Technik (BHT), der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) sowie der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB). Gemeinsam hatten sich die fünf Berliner Hochschulen für die zweite Runde des bundesweiten Programms „Innovative Hochschule beworben“. Anfang Mai gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) bekannt, dass der Antrag bewilligt ist. Insgesamt erhält der Berliner Hochschulverbund im Förderzeitraum 2023 bis 2027 etwa 8,4 Millionen Euro. Etwa 1,2 Millionen Euro der Fördersumme gehen an Projektpartner aus Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 850.000 Euro werden über Auftragsvergaben in die Berliner Wirtschaft fließen.

Zielsetzung des Projekts „Zukunft findet Stadt“: Die beteiligten Berliner Hochschulen wollen ihre Forschungs- und Innovationskompetenz neu bündeln, um die Hauptstadtregion krisenfest für die Zukunft aufzustellen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern Gesundheit und Klimaschutz. Auch der wechselseitige Transfer zwischen Hochschulen, Gesellschaft und Wirtschaft soll beschleunigt werden. In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft sollen neue Transferformate und -aktivitäten entwickelt und erprobt werden. Beispiele dafür sind zwei Reallabore, die bei den Berliner Partnern Johannesstift Diakonie und Impact Hub Berlin entstehen werden.

Das Programm Innovative Hochschule gilt als eine Art Pendant zur Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. „Während die Exzellenzstrategie Spitzenforschung fokussiert, zeichnet diese Förderung exzellenten Transfer an Hochschulen aus“, so Prof. Dr. Carsten Busch, Sprecher der Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Präsident der HTW Berlin.

Ebenfalls für das Förderprogramm ausgewählt wurde die Alice-Salomon-Hochschule Berlin (ASH Berlin). Sie bewarb sich mit dem Einzelantrag „Campus Transferale – CaT. Die ASH Berlin auf dem Weg zu einem Transfercampus“. Insbesondere Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sollen durch partizipative Forschungsansätze unterstützt und fachlich begleitet werden.

Für die zweite Förderrunde „Innovative Hochschule“ hatten sich bundesweit 165 Hochschulen beworben. 16 Einzel- und 13 Verbundvorhaben wurden von einem unabhängigen Gremium ausgewählt. Die Initiative wurde 2016 beschlossen. Bund und Länder stellen für insgesamt zehn Jahre bis zu 550 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm fördert insbesondere kleine und mittlere Universitäten sowie Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. (vdo)