2 Frauen und Kind mit Hund im Berliner Tiergarten, Smart City Berlin

Foto: Berlin Partner/Scholvien

Klimabürger:innenrat: Start des Auswahlverfahrens

Wer dieser Tage Post vom Berliner Senat bekommt, kann sich freuen: Denn sie oder er gehört zu den insgesamt 2.800 Berlinerinnen und Berlinern, die per Brief eine Einladung zur Teilnahme am ersten Berliner Klimabürger:innenrat erhalten. Zum Mitmachen ruft Bettina Jarasch auf, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz.

Die Auswahl der für eine Teilnahme am ersten Berliner Klimabürger:innenrat eingeladenen Berlinerinnen und Berliner erfolgte per Los. Damit das neue Gremium der Berliner Bevölkerung in seiner Zusammensetzung der Stadt möglichst genau entspricht, sollen aus den Rücksendungen anschließend 100 Personen (ab 16 Jahren) per Algorithmus ausgewählt werden. Kriterien sind hier zum Beispiel Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, Wohnbezirk und Migrationserfahrung. Um auch Berliner:innen zur Teilnahme zu bewegen, die sonst nur selten bei Beteiligungsverfahren mitmachen, sollen diese bei Bedarf auch persönlich angesprochen werden. „Ich lade alle angeschrieben Berlinerinnen und Berliner herzlich ein, sich für die Teilnahme am Klimabürger:innenrat zu bewerben“, so Senatorin Bettina Jarasch. „Je mehr mitmachen wollen, desto besser bildet das Gremium unsere Stadt ab und desto intensiver können die Debatten geführt werden.“
 

Was ist der Klimabürger:innenrat?


Der Start des Klimabürger:innenrats ist Bestandteil der Koalitionsvereinbarung und ein wichtiger Teil des 100-Tage-Programms des Senats. Er geht zurück auf einen Beschluss des Abgeordnetenhauses aus dem April 2021, den die Volksinitiative „Klimaneustart Berlin“ angeregt hatte. Das Beteiligungsgremium soll bis zum Sommer dieses Jahres konkrete Empfehlungen für die Klimaschutzpolitik der Stadt erarbeiten.

Zwischen April und Juni 2022 wird der Klimabürger:innenrat insgesamt neun Mal tagen. Die von den Teilnehmenden erarbeiteten Empfehlungen sollen in die zukünftige klimapolitische Arbeit des Senats und des Abgeordnetenhauses einfließen. Inhaltlich wird sich das Gremium vor allem mit den Themenfeldern Mobilität, Gebäude und Energie beschäftigen. Das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) berät den Rat wissenschaftlich.

Vor allem geht es bei der Initiative aber auch darum, die Berlinerinnen und Berliner aktiv in die Gestaltung ihrer Zukunft einzubeziehen. Denn der Klimawandel erfordert von allen Anpassungen in Verhalten und Lebensstil. Ich bin gespannt auf den Prozess, auf die Debatten im Klimabürger:innenrat und natürlich besonders auf die konkreten Empfehlungen, mit denen wir uns sehr sorgfältig beschäftigen werden“, freut sich Bettina Jarasch.

Die erste Sitzung des Klimabürger:innenrats ist für Ende April geplant. Sie wird auch online gestreamt.
 

Weiterführende Informationen