Friedrichstraße Berlin

Foto: visitberlin/Wolfgang Scholvien

„Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“: erfolgreiche Berliner Projekte

Vier Projekte aus Berlin werden im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gab die für eine Förderung vorgesehenen Kommunen Ende November im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) bekannt. 

Das Bundesprogramm wurde im Sommer 2021 mit einer um das Zehnfache erhöhten Fördersumme ausgestattet. Mit den insgesamt 250 Millionen – statt ursprünglich 25 Millionen –  Euro sollen mehr als 238 Projekte in Städten und Kommunen in ganz Deutschland dabei unterstützt werden, ihre Innenstädte und Ortskerne nachhaltig zu entwickeln und den Strukturwandel zu meistern. 

Vor allem die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten zu starken Veränderung in den Innenstädten geführt und die Verantwortlichen mit erheblichen Problemen konfrontiert. Dazu gehören: der Leerstand von Gewerbeflächen aufgrund von Geschäftsaufgaben, neue Anforderungen an den Stadtraum in Bezug auf Resilienz und Aufenthaltsqualität, Einschränkungen in Geschäftslagen und ein Rückgang der Besucherzahlen. Trotz dieser negativen Erscheinungen bietet die Krise Städten und Kommunen aber auch die Chance, neue Perspektiven für mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln und neue Lösungen in Innenstädte, Zentren und Ortskerne auszuprobieren.

Der Handlungsbedarf ist groß, wie die Vielzahl von Bewerbungen für den Projektaufruf gezeigt hat. Die eingereichten Projektvorschläge dokumentierten zugleich, dass es gute Ansätze und Ideen gibt, wie mit veränderlichen Anforderungen in den genannten Gebieten und in unterschiedlichen Kontexten umgangen werden kann. 

Vier Projekte aus Berlin wurden im Rahmen des Bundesprogramms ausgewählt. Sie erhalten insgesamt rund 5,9 Millionen Euro an Fördermitteln. Bis spätestens 2025 müssen die Maßnahmen umgesetzt sein.
 

  • Marzahn-Hellersdorf mit dem Projekt Zukunft-Helle-Mitte: Gemeinsame Weiterentwicklung eines Stadtteilzentrums in Berlin Marzahn-Hellersdorf durch private und öffentliche Institutionen.
    Geplante Maßnahmen: u. a. Etablierung eines Zentrenmanagements, Zwischennutzungen im Leerstand sowie baulich-investive Maßnahmen.
     
  • Berlin-Mitte mit dem Projekt Pop-up-Mitte: Stärkung und Attraktivierung der Berliner Innenstadt (Ortsteil Mitte) durch Zwischennutzung von Einzelhandelsflächen sowie Kunst und Interventionen im öffentlichen Raum.
    Geplante Maßnahmen:  u. a. Stärkung und Attraktivierung sowie Erhöhung der Besucherfrequenz, Zwischennutzungen im Leerstand sowie Veranstaltungen mit Kunst und Kultur im öffentlichen Raum.
     
  • Tempelhof-Schöneberg mit dem Projekt Zukunfts-t-Raum: Integrierte Handlungsstrategien und -ansätze für ein zukunftsfähiges Ortsteilzentrum Bundesallee/Rheinstraße.
    Geplante Maßnahmen: u. a. Handlungsstrategie für die Transformation dieses Zentrums, Beteiligungsverfahren und Machbarkeitsstudien (Nachnutzung Rathaus Friedenau und Mobility Hub).
     
  • Treptow-Köpenick mit dem Projekt StadtteilHUB: Städtebaulich-wirtschaftliche Handlungsstrategie mit Pilotprojekt für eine nachhaltige Lieferlogistik mit Micro-Hub und Sharing-Komponente in Adlershof, Dörpfeldstraße.
    Geplante Maßnahmen: u. a. Pilotprojekt zur Lösung für standortgerechte Lieferlogistik, nachhaltige Lieferlogistik und eine partizipativ zu entwickelnde Sharing-Komponente.


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