Besuch in Ulm. (v. li. n. re. Antonija Scheible, Leiterin „Digitale Agenda“ der Stadt Ulm; Henning Krone, Geschäftsführer Citysens; Staatssekretär Dr. Frank Nägele; Heribert Fritz, Initiative ulm.digital; Karen Laßmann, Leiterin Smart City Berlin; Sabine Meigel, Leiterin „Digitale Agenda“ der Stadt Ulm.

Besuch in Ulm. (v. li. n. re. Antonija Scheible, CIO/CDO Stadtwerke Ulm/Geschäftsführerin Citysens; Henning Krone, Geschäftsführer Citysens; Staatssekretär Dr. Frank Nägele; Heribert Fritz, Initiative ulm.digital; Karen Laßmann, Leiterin Smart City Berlin; Sabine Meigel, Leiterin „Digitale Agenda“ der Stadt Ulm. Foto: privat)

Smart City-Städtetour: Berlin im Austausch mit Ulm, Hamburg, Wien und Linz

Um neue Ideen und Inspirationen ging es bei den Städtereisen von Dr. Frank Nägele und Karen Laßmann nach Ulm, Hamburg, Wien und Linz. Der Berliner Staatssekretär für Verwaltungs- und Infrastrukturmodernisierung und die Leiterin des Modellprojekts Smart City Berlin informierten sich im September und Oktober vor Ort im offenen Austausch über Projekte und innovative Ansätze im Bereich Smart City.

Was Hamburg, Ulm, Wien und Linz gemeinsam haben? Wertvolle Erfahrungen im Bereich Smart City, die sich aus den unterschiedlichsten Ansätzen und Projekten heraus ergeben. Im Rahmen ihrer Reisen in die genannten Städte gewannen Staatssekretär Dr. Frank Nägele und Smart City-Projektleiterin Karen Laßmann Anregungen, die in die künftige Gestaltung der Berliner Smart City einfließen können. Sowohl Ulm als auch Hamburg, Wien und Linz sind in ihren Aktivitäten als Smarte Städte – zumindest in Teilaspekten – Vorbilder für Berlin und bieten Inspirationen für künftige, auch gemeinsame Aktivitäten.

Ulm  (28./29. September 2021): partizipativer Smart City-Prozess

Das Thema Smart City steht weit oben auf der Agenda der Stadt Ulm. Das gilt auch für Berlin. Denn beide Kommunen sind Projektstädte der Förderlinie „Modellprojekte Smart Cities" des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Allerdings ist die baden-württembergische Universitätsstadt als Gewinnerin der ersten Staffel bereits ein Jahr länger dabei. Ulm hat inzwischen eine Smart City-Strategie verabschiedet, die – ebenso wie derzeit in der Hauptstadt – stark partizipativ erarbeitet wurde. Das heißt, die Ulmer Stadtgesellschaft wurde eng in den Prozess mit einbezogen. Ebenfalls interessant: das vielfältig genutzte LoRaWAN-Netzwerk: ein Internet der Dinge (IoT), das alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in Ulm und Umgebung kostenlos nutzen können. 

Linz (4./5. Oktober 2021) und Wien (5./6. Oktober 2021): Smart Cities mit Vorbildfunktion

Die Leistungen vieler österreichischer Kommunen im Bereich Smart City sind exemplarisch. Dies gilt insbesondere für die Städte Wien und Linz. Dies ist nicht zuletzt der Linzer Magistratsdirektorin Ulrike Huemer zu verdanken, die in die Smart City-Prozesse der beiden Städte aktiv involviert war bzw. ist – und die sich auch als Mitglied in den Strategiebeirat der Smart City Berlin einbringt.

In Linz tauschten Ulrike Huemer, Dr. Frank Nägele Nägele und Karen Laßmann sich unter anderem über die Schnittmengen von Digitalisierung und Organisationsentwicklung aus. Besuche des Ars Electronica Centers und dessen „Future Lab“  sowie des Kultur- und  Kreativzentrums „Tabakfabrik“ brachten jede Menge Anregungen.
In Wien tauschte sich die Berliner Delegation informell mit dem Chief Information Officer (CIO) der österreichischen Hauptstadt, Klemens Himpele, sowie der Daten-Koordinatorin der Stadt, Brigitte Lutz, aus. Ebenfalls neue Impulse lieferte ein Besuch von Urban Innovation Vienna (UIV). Der Think Tank beobachtet und analysiert globale Trends und Entwicklungen in Wien und anderen Metropolen; smarte Stadtentwicklung ist einer der Schwerpunkte des Unternehmens. Auch die Idee des „PACE-Teams“ begeisterte: Das „magistratsinterne Start-up“, entwickelt abseits der Regelprozesse mit innovativen Methoden neue Konzepte und Lösungen für die Dienststellen und Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Zielsetzung: Wien als Innovationsstandort zu fördern. 

Hamburg (14. Oktober 2021): reger Austausch zum Thema Smart Governance

Hamburg ist – ebenso wie Ulm und Berlin – ein Modellprojekt Smart City. Der Besuch des Berliner Smart City-Projektteams mündete daher in regen und vielseitigen Gesprächen. Dabei ging es insbesondere um das Modellprojekt „Connected Urban Twins“, das Hamburg gemeinsam mit Leipzig und München durchführt. Auf großes Interesse stieß auch die Hamburger Governance, erläutert durch Christian Pfromm, Chief Digital Officer (CDO) der Hansestadt. In Hamburg waren nicht nur Staatssekretär Dr. Frank Nägele und Smart City-Projektleiterin Karen Laßmann vor Ort, sondern das gesamte Berliner Smart City-Projektteam – um sich mit den Hamburger Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und neue Ideen und Erfahrungen zu sammeln.

Fazit

Die Besuche in Ulm, Hamburg, Wien und Linz waren für das Berliner Smart City-Team nicht nur ausgesprochen informativ – sie stärkten auch die thematische und persönliche Vernetzung mit den genannten vier Städten. Dies gilt insbesondere für Ulm und Hamburg – die, wie Berlin, Modellprojekte Smart Cities sind. Auch der Erfahrungsaustausch mit Wien und Linz soll im gegenseitigen Interesse weiter ausgebaut werden. Erste Gegenbesuche wurden bereits vereinbart. (vdo)