Die Gewinner der Sustainability Challenge von Vattenfall und EDGE: EcoBeans und Sally R

Credit: EcoBean/Sally R

EDGE/Vattenfall Sustainability Challenge: die Gewinner

Das polnische Start-up „EcoBean“ und das schwedische Unternehmen „Sally R“ sind die Gewinner der von Vattenfall und EDGE ausgeschriebenen und mit Unterstützung von Urban Impact durchgeführten Sustainability Challenge. Ihre innovativen Lösungen sollen in das Holzhybrid-Gebäude „Edge Südkreuz Berlin“ einfließen.     

Kaffeeabfälle wiederverwerten und sie in wertvolle Bioprodukte verwandeln  – sowie eine technische Anlage, die CO2 aus Lüftungsanlagen von Gebäuden extrahiert, damit es nicht in die Außenluft gelangt und stattdessen nachhaltig genutzt werden kann – das sind die zwei innovativen Ideen der Gewinner des „Sustainability Challenge“, die der Projektentwickler EDGE und der Energieversorger Vattenfall zusammen mit dem Berliner Beratungsunternehmen Urban Impact Ende April an den Start gebracht haben. Die beiden Start-ups EcoBean und Sally R setzten sich damit gegen mehr als 60 Wettbewerber aus 12 Ländern durch. Zuvor durchliefen sie, zusammen mit einem weiteren Finalisten, eine Co-Creation-Phase, in der sie durch ein Team von EDGE, Vattenfall und Urban Impact unterstützt wurden.

Ziel des international ausgerichteten Wettbewerbs: smarte Tech-Lösungen zu finden und zu fördern, die der nachhaltigen Grundidee des Projekts „EDGE Südkreuz Berlin“ entsprechen und dort auch zum Einsatz kommen können. Ein weiteres zentrales Anliegen des Wettbewerbs: Beschäftigte und Besucher:innen des Gebäudes zu nachhaltigerem Verhalten zu motivieren. Beide Unternehmen begegnen diesen Herausforderungen mit frischen Ideen, wie Jonas Schorr, Partner bei Urban Impact: „Die Gewinner-Start-ups EcoBean und Sally R schaffen mit ihren Lösungen neue Ansätze, um das Thema Nachhaltigkeit und Zirkularität auch im Büroalltag sichtbar zu verankern. Während der Co-Creation Phase haben wir mit den Teams die ursprünglichen Ideen intensiv getestet und gemeinsam zu detaillierten Projektplänen für die Umsetzung weiterentwickelt.“

Mehr Nachhaltigkeit und Zirkularität

Das polnische Unternehmen EcoBean hofft, aus der künftigen Nutzung des Gebäudes jährlich bis zu 10 Tonnen Kaffeesatz wiederverwerten zu können. Den bislang primär dem Hausmüll zugeführten Abfall will das Unternehmen in wertvolle Bioprodukte, neue Rohmaterialien und grüne Energie umwandeln.  „Die nach wie vor wachsende Kaffeeindustrie steht vor zwei zentralen Herausforderungen: Abfall und CO2-Emissonen. Unsere Lösungen können die CO2-Bilanz des gesamten Kaffeeabsatzes um mindestens 25 Prozent reduzieren“, so ein Sprecher des Teams.

Das von Sally R über die Filteranlage des Gebäudes extrahierte CO2 soll u.a. einer kleinen Pflanzenplantage innerhalb von „EDGE Südkreuz Berlin“ zugeführt werden und diese zum Wachsen bringen. 2,5 Jahre arbeitete das schwedische Start-up bereits an dieser neuen Technologie zur CO2-Abscheidung. Durch den Gewinn der Sustainability Challenge erhalte das Produkt einen neuen Impuls, so Fredrik Tunberg, CEO von Sally R. „Die zum Patent angemeldete Technologie ermöglicht es, CO2 aus dem Lüftungssystem von Gebäuden abzutrennen, was zahlreiche Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Bezug auf die Innenraumluft eröffnet". Kohlenstoff für etwas Positives wie essbares Grün einzusetzen, beleuchte, was das Unternehmen zu erreichen versuche. Die vorgeschlagene Lösung für den neuen Hauptsitz von Vattenfall wird nun auf ihre Machbarkeit geprüft.

Innovative Lösungen für das größte Holzhybridgebäude Deutschlands

„EDGE Südkreuz Berlin“ entsteht derzeit als Teil des Stadtentwicklungsprojekts „Schöneberger Linse“ zwischen dem Bahnhof Südkreuz und dem S-Bahnhof Schöneberg auf einem Gelände von rund 10.000 Quadratmetern. Das größte Holzhybrid-Gebäude Deutschlands soll Anfang 2022 fertiggestellt sein und gilt als ein Leuchtturm-Projekt der Smart City Berlin. Vattenfall wird im kommenden Jahr eines der beiden Geschäftshäuser des Objekts beziehen, das „Careé“ – mit einer Mietfläche von 22.000 Quadratmetern. Charakteristische Elemente des „Carrés“ sind skulpturale „Bäume“ im offenen Atrium des Gebäudes. Diese stützen filigrane Treppen. 

Die Gewinner-Lösungen der Sustainabilty Challenge sollen ab Ende 2021 in das neue Gebäude integriert werden. „Jetzt können die Ideen schnell in die Realität umgesetzt werden und so einen echten Impact liefern!“, freut sich Jonas Schorr „Die Offenheit und Innovationsfreude von EDGE und Vattenfall, mit der Sustainability Challenge neue Wege in der Zusammenarbeit mit Start-ups zu gehen – und aus über 65 Einsendungen aus ganz Europa die besten Lösungen für EDGE Südkreuz zu identifizieren – hat sich also definitiv gelohnt und bildet eine tolle Blaupause für zukünftige Projekte.“  

Damit die beiden Gewinner-Teams ihre Ideen möglichst bald realisieren können, erhalten sie auch eine finanzielle Förderung. Das Preisgeld umfasst ein Budget von jeweils bis zu 100.000 Euro.

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