Visual: Cover "Memorandum Urbane Resilienz"

Memorandum Urbane Resilienz verabschiedet

Der Bundeskongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik dient seit 2007 dem jährlichen Austausch über aktuelle Ansätze und Strategien der Stadtentwicklungspolitik. Anfang Mai fand das Forum n Köln statt. Dort wurde auch das Memorandum „Urbane Resilienz – Wege zur robusten, adaptiven und zukunftsfähigen Stadt“ verabschiedet.

Aktuelle Anforderungen, Trends und Ideen für eine gemeinsame nachhaltige und integrierte Entwicklung von städtischen und ländlichen Räumen auf nationaler und europäischer Ebene – auf dem 14. Bundeskongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik wurden diese Themen in diversen Diskussionsrunden und Workshops erörtert. Ein spezieller Fokus lag in diesem Jahr auf den Auswirkungen der Pandemie auf die Städte und Kommunen in Deutschland.

Ein besonders wichtiges Ergebnis des diesjährigen Kongresses: das dort verabschiedete Memorandum „Urbane Resilienz – Wege zur robusten, adaptiven und zukunftsfähigen Stadt“. Obgleich sich Städte und Kommunen immer deutlicher mit diesem Thema konfrontiert sehen – sei es infolge von Pandemien oder Extremwetterereignissen – fehlt oftmals ein gemeinsames Verständnis in Bezug auf die Ausprägungen Urbaner Resilienz und deren  Einfluss auf aktuelle und künftige Stadtentwicklungsprozesse. Auch mangelt es an Hilfestellungen, wie mit diesen Herausforderungen kurz-, mittel- und langfristig umgegangen werden muss.

Im Herbst 2020 beauftragte das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) deshalb einen Expertenrat damit, Wege für nachhaltige Stadtentwicklung mit dem besonderen Augenmerk auf Resilienz aufzuzeigen. Das Memorandum „Urbane Resilienz – Weg zur robusten, adaptiven und zukunftsfähigen Stadt“ umfasst Handlungsempfehlungen und formuliert Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklungspolitik. Es greift die Leitprinzipien der Neuen Leipzig-Charta auf, berücksichtigt die Sustainable Development Goals, die New Urban Agenda, den Green Deal und weitere wichtige Rahmenbedingungen. Darüber hinaus werden Aufgaben und Handlungsfelder sowie Planungsinstrumente und Förderkonzepte beschrieben.

Urbane Resilienz und Smart City sind zwei ineinandergreifende Konzepte. Dies wird deutlich, wenn man die Handlungsempfehlungen, Handlungsfelder und Anforderungen näher analysiert: sei es die Erfordernis von flexiblen Governance-Strukturen, die Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements oder die Digitalisierung als Instrument für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Neue und agile Kooperationsmodelle mit allen Stakeholdern, eine integrierte und sektorenübergreifende Betrachtungsweise sowie die Notwendigkeit von Innovationen sind Aspekte, die sich in jedem guten Smart City Ansatz wiederfinden.
 

Weiterführende Informationen