Open-Air-Ausstellung der "Wissensstadt Berlin" vor dem Roten Rathaus

Foto: @Harf Zimmermann, 3-D-Visualisierung@ Tonio Freitag

„Wissensstadt Berlin 2021“ – mit smartem Fokus

Das Zusammenleben in der Stadt – auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung – ist ein thematischer Schwerpunkt: Die zentrale Open-Air-Ausstellung des Projekts „Wissensstadt Berlin 2021“ vor dem Roten Rathaus beleuchtet drängende Fragen unserer Zeit. Das Motto des Wissenschafts-Festivals: „Berlin will’s wissen“. Mehr als 50 Partner machen mit, um Wissenschaft und Gesellschaft näher zusammenzubringen.

Klima. Zusammenleben. Gesundheit. Mit diesen wichtigen Themenkomplexen beschäftigt sich die zentrale Open-Air-Ausstellung des Ende Juni eingeläuteten Festivals „Wissensstadt Berlin 2021“. In drei thematisch voneinander abgegrenzten, aber durch Türen und Fenster begehbar miteinander verbundenen „Stadtvierteln“ können sich Besucher:innen über aktuelle Forschung informieren, die unseren Alltag prägt. Und das kostenlos und mitten in Berlin, denn die Ausstellung steht direkt vor dem Roten Rathaus. 

Im Stadtviertel „Klima“ fragt die Ausstellung, wie der Klimawandel heute bereits spür- und messbar ist und mit welchen Lösungen wir ihm begegnen können. Und sie nimmt die Besucher:innen mit auf eine Reise durch die Zeit.

Im Stadtviertel „Zusammenleben“ geht’s um die Stadt in ihrer baulichen, gesellschaftlichen und digitalen Entwicklung. Wissenschaftlich beleuchtet werden verschiedene Facetten und Fragen wie: Unter welchen Bedingungen leben wir zusammen? Wie erfahren verschiedene Menschen die Stadt? Oder: Wie entstehen die Ideen für die Stadt von morgen?

Im Stadtviertel „Gesundheit“ schließlich präsentiert die Ausstellung verschiedene wissenschaftliche Herangehensweisen an das nicht erst seit der Pandemie so wichtige Thema – im Close-up von der Eizelle bis zum Planeten.

Zielsetzung der Ausstellung vor dem Roten Rathaus und des begleitenden Open-Air-Programms mit mehr als 100 Diskussionsrunden, Vorträgen, Musik- und Theaterperformances, Science Slams, Live-Demonstrationen, Kino-Abenden und einer Kinder-Uni: den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft weiter zu stärken. 

Viele Highlights und neue Eindrücke

Das Berliner Wissenschafts-Festival sei eine „herzliche Einladung zum Dialog, zu neuen Eindrücken und zum Lernen“, so der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. „Wissenschaft und Forschung treiben gesellschaftlichen Fortschritt an. Sie erlauben uns, gemeinsam Grenzen zu überwinden und Herausforderungen zu meistern. Die vergangenen Monate haben das besonders gezeigt.“ 

Mehr als 50 Berliner Institutionen und Akteur:innen aus Wissenschaft und Forschung sind mit eigenen und gemeinsamen Projekten dabei. Den Anstoß zu dem Projekt „Wissensstadt 2021“, das unter dem klingenden Motto steht „Berlin will’s wissen“, gaben zwei runde Forscher-Geburtstage: Sowohl der Physiologe und Physiker Hermann von Helmholtz ( 1821–1894) als auch der Arzt und Politiker Rudolf Virchow (1821–1902) kamen vor 200 Jahren zur Welt. Ihnen zu Ehren beleuchtet eine Sonderausstellung in der ersten Etage des Roten Rathauses parallel zum zentralen Geschehen auf dem  Open-Air-Areal das Leben der beiden berühmten Berliner Spitzenforscher. Von Hermann von Helmholtz und Rudolf Virchow könne man lernen, dass Wissenschaft eine soziale Verantwortung hat, betont Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. „Beide haben sich auch dafür eingesetzt, dass Wissenschaft frei sein muss, um wirklich für eine gesunde und gerechte Gesellschaft wirken zu können.“ 

Sowohl die Open-Air-Ausstellung als auch die Sonderausstellung laufen bis in den späten August hinein. Doch auch nach dem Ende des zentralen Ausstellungsgeschehens steht Berlin weiter im Zeichen der Wissenschaft – mit zahlreichen Aktionen im digitalen Raum und auch vor Ort in den Räumlichkeiten der beteiligten Unternehmen und Institutionen.

Nicht nur während der Sommerferien können sich die Berliner:innen und Tourist*innen also auf ein buntes und spannendes Programm freuen, das jeder und jedem etwas bietet. Von der „Teddyklinik“ über das Live-Experiment bis hin zum Podiumsgespräch zum Thema „Stress in the City“. Denn, so Moritz von Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, die das Gemeinschaftsvorhaben „Wissensstadt Berlin 2021“ realisiert hat: „Es geht darum, Begegnungsräume zu schaffen, Schwellen abzubauen, den Vorhang zu lüften – und das machen wir mithilfe von Ausstellungen, Wissenschaftsshows, Theater, Performances und Kino. Wir wollen zeigen, dass Wissenschaft unterhaltsam und anschaulich sein kann.“ (vdo)

Mehr Informationen
 

  • Open-Air-Ausstellung: 26. Juni bis zum 22. August 2021
  • Sonderausstellung im Roten Rathaus: 26. Juni bis 22. August, geöffnet Mo–Fr von 9 bis 18 Uhr  
  • Das Open-Air-Programm läuft vom 1. Juli bis zum 14. August 2021
  • Eintritt frei
  • Das gesamte Programm von „Wissensstadt Berlin 2021“