Foto: ZKB eG

KOOP.STADT! Bezirk Mitte erhält Bundespreis

Als eine von dreizehn Kommunen ist der Bezirk Berlin-Mitte mit dem Bundespreis kooperative Stadt prämiert worden: für Kooperations- und Finanzierungsinstrumente, die im Rahmen des Modellprojekts „Haus der Statistik“ am Alexanderplatz Anwendung finden.

Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) Gemeinden aus, „die durch verschiedene Aktivitäten und Beispiele die Arbeit von Bürger*innen, Vereinen, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturellen Akteur*innen aktiv fördern und so zu einer breiten Mitwirkung an der Mitgestaltung von Stadtraum beitragen“.

Der Bezirk Mitte hatte sich mit zwei Instrumenten der kooperativen Stadtentwicklung für den mit jeweils 15.000 Euro dotierten Preis KOOP.STADT! beworben. Beide werden im Rahmen des Modellprojekts Haus der Statistik" am Alexanderplatz eingesetzt.
 

  • Eine regelmäßig fortgeschriebene Kooperationsvereinbarung bildet die Grundlage für die gesamte Projektentwicklung des Hauses der Statistik. Eingebunden sind vier Kooperationspartner*innen: die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und die  ZUsammenKUNFT Berlin eG.
  • In der Planungsphase wurden sogenannte Pioniernutzungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung, Soziales und Nachbarschaft eingeführt. Diese sollen das geplante Miteinander des zukünftigen Quartiers erproben. Das programmatische Ziel der Kooperationspartner*innen: ein vielfältiges und langfristig bezahlbares Nutzungsangebot für Stadt, Kiez und Nachbarschaft in jeder Phase der schrittweisen Quartiersentwicklung zu schaffen.

Wie Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit in Berlin-Mitte, betonte, sei der Preis „ein Ansporn, in Zukunft noch mehr Projekte mit kooperativem Anspruch umzusetzen.“ Und Regula Lüscher, Berliner Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, hob die ökologische und sinnstiftende Bedeutung des Modellprojekts Haus der Statistik hervor: „Das Land Berlin hat das Grundstück nicht zum Höchstpreis vergeben, sondern das beste Konzept gesucht. Dieser Paradigmenwechsel wurde belohnt durch wahnsinnig engagierte Menschen, die Arbeiten, Wohnen, Kultur und Soziales bunt ineinander verweben und daraus schöne, ökologische und innovative Architektur kreieren““, so Lüscher. Frei nach dem Motto: „Erhalten statt Abreißen“ werde neben einem Hotspot der hochpreisigen Immobilienentwicklung das Haus der Statistik erhalten und damit dem Erbe der DDR-Moderne neues Leben eingehaucht. „Geradezu exemplarisch wird vorgeführt, wie gemeinsam Stadt machen geht. Sehr unterschiedliche Partner*innen haben miteinander und nicht übereinander geredet und sich zu einer Koop5 zusammengeschlossen. Das ist die Grundlage von Pionierarbeit!“

Der Bundespreis kooperative Stadt wurde im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgelobt – einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden. Bewerben konnten sich Kommunen ab 10.000 Einwohnern, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammenarbeiten. Eingereicht wurden bereits umgesetzte Kooperationsprojekte der Stadtentwicklung.

Neben den Geldpreisen umfasst die Auszeichnung auch die Darstellung der Kommunen in einer Publikation. Diese soll Mitte September 2021 veröffentlicht werden. Sie kann dann kostenlos über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bezogen werden.

Weitere Preisträger-Kommunen von KOOP-STADT! sind: Kiel, Mannheim, Aachen, Halle/Saale, Nürnberg, Dinslaken, Tübingen, Schwerte, Landau (Pfalz), Dessau-Roßlau, Wittenberge und Eltville am Rhein.

 

Weitere Informationen