Grafik: BMI/Video "Smart City Charta"

Leitlinien für die Entwicklung zur Smart City

„Datenstrategien für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung“ heißen die Leitlinien und Handlungsempfehlungen, die das Bundesinnenministerium gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft erarbeitet hat. Es geht um die transparente, datenschutzkonforme Entwicklung von Smart Cities und Kommunen.  

Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel, Artensterben und Pandemien – Städte und Kommunen stehen vor drängenden globalen Herausforderungen. Die Digitalisierung kann sie dabei unterstützen, sich nachhaltig in Richtung Zukunft zu entwickeln und dabei ökologische, soziale und wirtschaftliche Dimensionen zu integrieren. Auf dem Weg zur „Smart City“ sollten möglichst alle Akteur*innen eingebunden und zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden. 

Doch wie kann dabei konkret mit den erforderlichen Daten umgegangen werden? Wie lassen sich Zugang und Nutzung gestalten? Und auf welche Weise lässt sich Datenkompetenz aufbauen? Die „Nationale Dialogplattform Smart Cities“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat zu solch drängenden Fragen jetzt Leitlinien und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die „Datenstrategien für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung“ wurden Anfang Mai beim Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vorgelegt. Das Dokument ist das Ergebnis eines eineinhalb-jährigen Prozesses, an dem sich Vertreter*innen von Bund, Ländern und Kommunen, sozialen und kommunalen Spitzenverbänden sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft beteiligten. 

Die Leitlinien konkretisieren die vor Kurzem neu aufgelegte „Smart City Charta“ von 2017 und sind damit ein weiterer Baustein im Strategieprozess zur Entwicklung von Smart Cities in Deutschland. Zielsetzung: In Städten, Kommunen und Regionen einen strategischen und gemeinwohlorientierten Umgang mit Daten auf Basis von Open Data und Standards anzustoßen und so offen und transparent Innovationen und Planungsprozesse voranzubringen.

Die Smart City Charta ist zugleich Grundlage der Bundesinitiative „Modellprojekte Smart Cities“, in deren Rahmen aktuell auch der Entwicklungsprozess der Smart City Strategie Berlin gefördert wird. 
 

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7 Leitlinien für Datenstrategien in der Stadtentwicklung 

Neben einem wertorientierten Umgang mit Daten beleuchten die Leitlinien und Handlungsempfehlungen der Nationalen Dialogplattform Smart Cities den Zugang und die Nutzung von Daten und legen dar, wie Datennutzung für die Stadtentwicklung transparent, partizipativ und ko-kreativ gestaltet werden kann. Sie werden jeweils durch Best-Practice-Beispiele ergänzt:
 

  • Daten zielorientiert nutzen
  • Datenkompetenz aufbauen und weiterentwickeln
  • Mit Daten wertorientiert umgehen
  • Zugang zu Daten schaffen
  • Durch Daten kommunale Wertschöpfung schaffen, Daseinsvorsorge stärken und kommunale Geschäftsmodelle ermöglichen
  • Durch Datenkooperationen einen Mehrwert für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung schaffen
  • Transparenz herstellen, Partizipation & Ko-Kreation ermöglichen  

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