Smart City Berlin, Beteiligungsprozess

Grafik: CityLAB Berlin

Hohe Beteiligung an Online-Umfragen zur Smart City Strategie

Mehr als 1.600 Berliner*innen machten mit. Sie folgten einer Einladung des CityLAB Berlin und beantworten online Fragen zur Zukunft ihrer Stadt. Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft soll bis Ende 2022 die Berliner Smart City Strategie erarbeitet werden

Weit mehr Berliner*innen als erwartet haben bei den Online-Umfragen mitgemacht, die das CityLAB Berlin im März zusammen mit der Technologiestiftung Berlin im Auftrag der Berliner Senatskanzlei durchgeführt hat. Über als 1.600 Bürger*innen beantworteten insgesamt zehn Fragen, in denen es darum ging, die individuellen Vorstellungen der Berliner*innen von einer lebenswerten Stadt kennenzulernen und abzubilden. An Workshops beteiligten sich darüber hinaus 250 Akteur*innen der Zivilgesellschaft, der Berliner Wirtschaft und der Verwaltung. 35 Interviews wurden mit Führungskräften der Verwaltung geführt sowie mit Vertreter*innen sogenannter Stiller Gruppen, die sich tendenziell eher wenig oder nicht in Beteiligungsprozesse einbringen. An einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema Smart City nahmen darüber hinaus mehr als 350 Expert*innen und Interessierte aus aller Welt teil. 

Es geht um die Zukunft Berlins 

Die Online-Umfrage des CityLAB Berlin bildete – zusammen mit den Workshops und Interviews – den Auftakt der Entwicklung der Berliner Smart City Strategie, die der Berliner Senat bis Ende 2022 gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft im Rahmen des bundesweiten Modellprojekts Smart City in einem mehrstufigen Prozess erarbeiten will. „Um ein möglichst heterogenes Spektrum an Perspektiven kennenzulernen, haben wir in dieser ersten Beteiligungsphase darauf geachtet, verschiedene Akteur*innen der Stadtgesellschaft zu identifizieren, aufzusuchen und die Kommunikation zielgruppengerecht zu gestalten“, so, Niklas Kossow, zuständiger Projektmanager im CityLAB. „Wir brauchen die gesamte Stadt, um ein wirklich smartes Berlin zu gestalten.“ 

Das übergeordnete Ziel der Berliner Smart City Strategie: die Stadt nachhaltig, resilient, kooperativ und gemeinwohlorientiert zu digitalisieren. „Nicht Technologie soll die Stadt treiben, die Digitalisierung soll helfen, Berlin menschengerecht und gemeinwohlorientiert zu gestalten“, erläutert Dr. Frank Nägele, Staatssekretär für Verwaltungs- und Infrastrukturmodernisierung in der Senatskanzlei. „Berlin will neue Wege gehen – auch bei der Erarbeitung der Smart City Strategie.“ 

Was passiert als Nächstes? 

Die in den verschiedenen Formaten der Beteiligungsphase gesammelten Anregungen und Ideen werden derzeit gesichtet, sortiert und schriftlich aufbereitet. Auf dieser Basis soll dann in den kommenden Wochen die erste Fassung des Strategischen Rahmens der Smart City Berlin entstehen.

„Ende April geben wir den Berliner*innen dann erneut die Möglichkeit, sich zu beteiligen“, so Niklas Kossow. Die Erstfassung des Strategischen Rahmens soll auf mein.berlin.de zur Kommentierung bereitgestellt werden. Die laufende Entwicklung des Strategie-Prozesses können die Bürger*innen der Stadt außerdem über einen öffentlichen Online-Wissensspeicher jederzeit transparent verfolgen. (vdo)